Montag, 19. mai 2008
Bücher aus dem Feuer gelesen
Vielbeachtete Aktion der KGS und des Bürgerbündnisses „Bunt statt braun" zum Jahrestag der Bücherverbrennung


hr Schneverdingen. Quelle: Böhme Zeitung 16.05.08

Um Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus zu setzen, beteiligten sich jetzt die KGS und das Bürgerbündnis „Bunt statt braun" in Schneverdingen an der bundesweiten Aktion zum 75. Jahrestag der Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten.

An zehn öffentlichen Stellen Schneverdingens, vor dem Rathaus, in der Stadtbücherei, am Markt, an der Peter-und-Paul Kirche, in der Bücherei, am Bahnhof, der Kreissparkasse oder dem EDEKA-Markt fanden sich Mitglieder der Theatergruppe des Verkehrsvereins, die Lektorenkreise der evangelischlutherischen Kirchengemeinden, Mitglieder des Kulturvereins und der Evangelischen Jugend, des Familienzentrums, des SPD-Ortsvereins, Gretel Hardeland, Peter Fischer, HansJürgen Thömen, Meike MoogSteffens oder Konrad Hoffmann ein und lasen aus den Büchern der von den Nazis verfemten Schriftsteller.

So manch ein Schneverdinger blieb versonnen stehen und hörte zu. Der SPD-Ortsverein hatte zudem einen Info-Stand zu den Hintergründen der Aktion aufgebaut. Die Vorsitzende des Familienzentrums, Sandra Seidel, meinte: „Wir legten unsere Leseorte absichtlich ins Einkaufsgetümmel des Pfingstsamstags.
Wir wollten die Schneverdinger  und ihre Gäste auf dieses Ereignis aufmerksam machen, sie
animieren stehen zu bleiben, zuzuhören und sich zu erinnern".


1933 wurde der Satz HeinrichHeines, den er über einhundert  Jahre zuvor geäußert hatte, zur
traurigen Wirklichkeit: „Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen."


Die Bücherverbrennungen der Nationalsozialisten begannen kurz nach der Machtergreifung 1933 und fanden am 10. Mai 1933 ihren traurigen Höhepunkt. In 21 großen Städten und Berlin gingen die Bücher verfemter Dichter und Schriftsteller in Flammen auf.

Dazu gehörten die Werke und Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser, Erich Kästner, Friedrich Wilhelm Förster, Siegmund Freud, Emil Ludwig, Theodor Wolff, Erich Maria Remarque, Alfred Ken, Kurt Tucholsky, Irmgard Keun, Erich Mühsam, Anna Seghers, Ernst Toller, Arnold und Stephan Zweig oder Carl von Ossietzky. Die symbolische Handlung der Bücherverbrennung sollte den Charakter eines Rituals bekommen.
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Sonntag, 18. mai 2008
Bürgerbündnis Schneverdingen „Bunt statt Braun“
gegen Radikalismus und Extremismus
- Leitlinien -

I. Präambel
Die Auseinandersetzung in unserer Gesellschaft mit Rechtsextremismus,
Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ist eine besondere gesamtgesellschaftliche
Aufgabe. Das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung und die Absage
an jede Form von Extremismus gehören zu den fundamentalen Prinzipien unserer
Gesellschaft.
Das Bürgerbündnis ist ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen und
Privatpersonen. Es ist unter anderem Ergebnis der „Resolution gegen Rechtsradikalismus“
des Rates der Stadt Schneverdingen vom 13.08.2007.

II. Aufgaben/Ziele
Seine Aufgabe sieht das Bürgerbündnis vor allem im Bereich der Aufklärung über
Rechtsextremismus und seine Ursachen, Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für
diese Problematik sowie das Organisieren von Protest gegen alle Formen von
Extremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit. Die Verwirklichung dieser Ziele
wird es mit demokratischen und rechtsstaatlichen, also gewaltfreien Mitteln verfolgen.
Das Bürgerbündnis will die Vernetzung seiner Mitglieder und weiterer gegen Radikalismus
und Extremismus engagierter Organisationen und Personen voranbringen, um
voneinander zu lernen, wichtige Informationen auszutauschen und Aktionen aufeinander
abzustimmen.
Die Arbeit des Bündnisses ist ganz entscheidend vom ehrenamtlichen Engagement und
der Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger abhängig.
Das Bürgerbündnis ruft dazu auf, besonders gegen Rechtsextremismus und für
Demokratie und Toleranz tätig zu werden. Zielgruppe ist jede einzelne Bürgerin und jeder
einzelne Bürger, der Aufruf ist aber auch an die Repräsentanten von Politik, Parteien,
Bildungseinrichtungen, Gewerkschaften, Wirtschaft, Kirchen, Kultur, Sport, Medien,
Vereinen und Verbänden gerichtet.
Ziele des Bürgerbündnisses sind:
• Wir wollen unser Gesicht zeigen und zusammenkommen, wenn Rechtsradikale und
Extremisten in unserer Stadt aktiv werden.
• Wir wollen Zusammenleben auf der gemeinsamen Basis unserer Verfassung und
ihrer Grundrechte.
• Wir wollen die Verständigung und Toleranz untereinander fördern.
• Wir treten jeder Form von Gewalt entgegen, sehen bei Übergriffen nicht weg und
stehen füreinander ein.
Wir wollen Engagement zeigen gegen menschenverachtende und
verfassungsfeindliche Ideologien sowie damit verbundene Gewalt gegen Fremde.
Deshalb hat sich das Bürgerbündnis zusammengeschlossen und vorgenommen:
• seine Aktivitäten und Vorhaben mit Gleichgesinnten abzusprechen und sich
gegenseitig zu informieren
• Kontakt aufzunehmen und aktiv zu werden, wenn Menschen in Gefahr geraten,
Opfer rechter oder extremistischer Gewalt zu werden
• Form und Ausmaß der Gewalt zu dokumentieren
• gemeinsame Feste, Feiern, Informationsstände und Veranstaltungen zu
organisieren, um Offenheit und Toleranz zu zeigen und über die Gefahren der
rechtsextremen Parteien und Organisationen aufzuklären.
Das Bürgerbündnis steht für die Menschenrechte, das Grundgesetz, Zivilcourage,
Integration und mehr politische Aufklärung.
Das Bürgerbündnis setzt sich für Weltoffenheit, Freiheit und Demokratie ein.

III. Geschäftsbetrieb/Organisatorisches
Die Mitglieder des Bürgerbündnisses treffen sich in der Regel zweimonatlich
(Vollversammlung). Hierzu wird unter Mitteilung der Tagesordnung schriftlich per Brief oder
E-Mail eingeladen. Die Ladungsfrist beträgt eine Woche. Über die Sitzungen wird eine
Niederschrift gefertigt.
Das Bürgerbündnis wird durch eine Sprechergruppe vertreten. Das Bündnis wählt dazu bis
zu sieben Mitglieder aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen, die
wechselweise die Zusammenkunft leiten. Die Sprechergruppe vertritt das Bürgerbündnis
nach außen.
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Sonntag, 27. april 2008

Rb. Zum 2. Mal traf sich die Mitgliedervollversammlung am 14.04.'08 in der FZB, um über die ersten Wochen und die Planungen zu berichten.

Zu Beginn der Versammlung verlas Diakon Dietmar Küddelsmann ein offizielles Grußwort von Monika Griefahn (MdB), die dem Bürgerbündnis bestätigt, dass es auf dem richtigen Weg ist.

Der siebenköpfige Sprechergruppe, zu der jetzt auch offiziell Peter Plümer von der Stadt Schneverdingen gehört, fehlt zurzeit allerdings noch ein Vertreter der älteren Generation, damit die Sprechergruppe auch altersmäßig bunt gemischt ist.

Dann berichtete Mechtild Herkenhoft aus Tostedt über das dortige - bereits seit 10 Jahren bestehende - Bürgerbündnis "Forum für Zivilcourage". Es ist quasi "aus der Not heraus" entstanden, da die Schlägereien und Aggressivitäten der Rechtsextremen immer heftiger wurden. Zwischenzeitlich sind sie jedoch nicht mehr so offen erkennbar, denn Bomberjacke, Glatze und Springerstiefel wurden aus der Öffentlichkeit verbannt und man versucht es auf die sanfte Tour" die Kids in die rechtsextreme Szene zu holen, beispielsweise mit Musik-CDs. Die Schneverdinger Szene hat auf ihrer Homepage sogar eine „Kinderecke" eingerichtet - gruselig!

In Tostedt wurden die Rechtsextremen an besonderen Tagen einfach verdrängt, so beispielsweise am 20.04. - es wurden einfach Veranstaltungen an diesem Tag geplant, die alle öffentlichen Plätze besetzen.

Die Schneverdinger Sprechergruppe hat zumindest in der relativ kurzen Zeit einiges angeschoben. Meike Moog-Steffens bot an, einen Workshop für Vereine zu veranstalten, die ihre Satzung so abändern wollen, dass sie gegenüber Rechtsextremen handlungsfähig werden. Sogar der Handballverband Niedersachsen hat bereits Interesse bekundet. Meike Moog-Steffens schränkte dabei jedoch ein, dass sie keine Rechtsberatung anbieten könne.

Seit der Versammlung läuft der LogoWettbewerb, damit das Bürgerbündnis ein einprägsames Logo bekommt, an dem sich jeder beteiligen kann. Es muss in Farbe und schwarzweiß druckbar sein und sich für Mitteilungen, Plakate und Einladungen eignen. Der Entwurf kann entweder digital oder auf einem Blatt (max. DIN A4) bis zum 13.06.'08 an Bernhard Riebesehl gesandt bernhard.riebesehl@schneverdingen.de oder im Rathaus abgegeben werden.
Die Entwürfe werden dann im Rathaus ausgestellt. Eine Jury wird eine Vorauswahl treffen - die Entscheidung wird in einer Vollversammlung getroffen. Preise wird es allerdings nicht geben, „nur" „Ruhm und Ehre"!

Am 10.05.08 - dem 75. Jahrestag der Bücherverbrennung - beteiligt sich das
Bürgerbündnis und hoffentlich viele Schneverdinger/innen an der bundesweiten Aktion„ Bücher aus dem Feuer". An diesem Tag werden Sie überall in Schneverdingen Menschen vorfinden, die aus Büchern, die damals verbrannt wurden, vorlesen.
Wer teilnehmen möchte, setzt sich bitte schnellstmöglich unter der e-mailAdresse lesung@buntstattbraun-svd.de mit Bettina Fack in Verbindung. Eine Liste der Bücher, aus denen vorgelesen werden kann, finden Sie in der Stadtbücherei oder unter www.buntstattbraun-svd.de. Die Bücher stehen für Kopien dann in der Stadtbücherei zur Verfügung.

Tragen Sie sich ein unter www.zeig-gesicht.de. Hier kann sich jeder Bürger/In mit einem Bild gegen rechts bekennen.

Quelle: Snevern aktuell
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Dienstag, 15. april 2008



    ANTIFA SOLI SHOW  26.04.2008


















BUILT UP WITH HOPE       


The Hardcore Band "Built Up With Hope" was formed on the 29.02.2008 and its actually a beside project of the drummer & shouter Joshua Nähring (19 Years Old), the bassist & shouter Dennis Buchhop (17 Years Old) and the guitarrist & backup shouter Jonas Rosenmeier (16 Years Old). In the future we are planning some more recording and practise sessions. The first song of the Demo is called "Seek Humanity" and was written and recorded in 2 days. We are not playing music for the commercial succes. We are doing this because music is our passion.

                                                                                                                                                                        
ZERO HERO


ZERO HERO-menschen drehen durch
Punk



MY OWN VENDETTA




Hardcore / Metal



WE ONCE LOVED


Hardcore / Pop



NO WAY INSIDE


Hardcore / 2-step / Breakcore



FMBH


Hardcore / Downtempo / 2-step

"Ganz böses Kino!!!"

Essen 450,
Deutschland

Profilaufrufe:  49059




DLS


Hardcore



D.T.A.



 




  All das und mehr am 26.4.2008 18:00 im JUZE Walsrode
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Mittwoch, 5. märz 2008
Nein zu „Wölfen im Schafspelz“

Rechtsradikalismus: Realschüler in Neuenkirchen beteiligen sich mit Projekt an Landkreis- und Polizeiangebot

  at Neuenkirchen. „Wir hören immer so Sachen.“Aber frei nach demMotto „Nichts genaues weiß
man nicht“ fehlte den Schülern der 9. Realschulklasse in Neuenkirchen dann doch konkretes
Wissen über ein heikles Thema: den Rechtsradikalismus. Deshalb kam ihrem Klassenlehrer
Detlef Guthardt und dem Schul-Sozialpädagogen Jan Buse-Levecke ein Angebot des Landkreises
in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion gerade recht.
„Wölfe imSchafspelz – Rechtsextremismus in Deiner Region“ forderte Schulklassen auf, sich im
Rahmen von Projekttagen oder -wochen intensiv mit demThema auseinanderzusetzen. Als Lohn
für ein qualitativ hochwertiges Projektergebnis winkt ein dreitägiger
kostenloser Aufenthalt auf dem Jugendhof Idingen. Dabei geht es dann dort um die Stärkung
der eigenen Persönlichkeit. Start für das Projekt in Neuenkirchen war am Montag. Dabei
stand eine von der Polizei zur Verfügung gestellt DVD über das Thema im Mittelpunkt. „Uns war
bei der Vorbereitung besonders wichtig, dass wir hier den regionalen Bezug herstellen“, erklärten
Guthardt und Buse-Levecke. Deshalb informierten sich beide bereits im Vorfeld über bekannte
Strukturen. Am Dienstag beschäftigten sich die 18 Schüler der 9 R zunächst mit einer Wortsammlung.
Dabei schrieben sie alles auf, was ihnen zu Rechtsextremismus einfiel. Interessant
wurde es kurze Zeit später als Thorsten Möhlmann vom Fachkommissariat Staatsschutz der
Polizeiinspektion Soltau Zahlen und Fakten zu rechten Umtriebenin der Heide darlegte. Dabei
ging er insbesondere auf verbotene Abzeichen und Musik ein – Beispiele hatte er dabei –, nahm
Ursachen und Folgen unter die Lupe und widmete sich den hiesigen Kameradschaften so auch
den Snevern Jungs. Die Aktion gegen Rechtsextremismus ist in Neuenkirchen auf
13 Schulstunden festgelegt. Insgesamt haben sich sieben Klassen an fünf Schulen an dem Projekt
beteiligt, das auf Nachhaltigkeit setzt. Als ein möglicher Erfolg sei bereits zu werten
wenn durch die „Wölfe imSchafspelz“- Aktion nur ein Jugendlicher, der mit der rechten Szene
sympathisiert, davon abgehalten werde, sagte Karl Stemler. Er ist bei der Polizei für den Bereich
Jugendsachen verantwortlich.


Böhme Zeitung  28.02.2008
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Montag, 3. märz 2008
Infos für Eltern
Rechtsextremismus bei Jugendlichen erkennen


bz Schneverdingen. Eine Veranstaltung mit dem Titel "Zivilcourage - Augen auf gegen Rechts! Rechtsextremismus unter Jugendlichen erkennen und handeln" findet am Montag, 4. März 2008, um 19.30 Uhr im Forum der Kooperierten Gesamtschule (KGS) Schneverdingen statt. Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, Schüler, lehrkräfte und alle anderen, die mit Jugendlichen zu tun haben. Referenten aus der Jugendarbeit, von der Polizei und betroffene Eltern berichten von ihren Erfahrungen. Veranstalter sind die Schulleitung und der Schulelternrat der KGS Schneverdingen, die AG "Nein zu Rassismus" der KGS und der GEW-Ortsverband Schneverdingen-Neuenkirchen.
Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.
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Freitag, 15. februar 2008
„Was heißt hier Frieden?“
Landrat Manfred Ostermann eröffnet Ausstellung im KGS-Forum
SCHNEVERDINGEN (mk). „Wir
schreiben das Jahr 2007. Immer
noch gibt’s auf dieser Welt zuviele
Kriege. Ist es traurig oder schwach,
daß die Menschheit sich in all diesen
Jahren kaum geändert hat?“ -
so lautet der Refrain des Songs
„Das Jahr 2007“, mit dem die
Schülerbandand „Klutz“ am vergangenen
Montagvormittag im Forum
der Kooperativen Gesamtschule
Schneverdingen die Eröffnung
der Ausstellung „Was heißt
hier Frieden?“ eingeläutet hat. Ein
passender Text für die Wanderausstellung,
die der Volksbund
Deutsche Kriegsgräberfürsorge
(VDK) entwickelt hat. Die Präsentation
richtet sich an Schülerinnen
und Schüler aller Schulformen ab
dem 5. Jahrgang und ist bis zum
22. Februar während der Öffnungszeiten
der KGS auch öffentlich
zugänglich.
Die Stellwände der Ausstellung,
die vom Volksbund konzipiert worden
ist, um in den Schulen die Auseinandersetzung
mit den Themen
Friedenserziehung und Erinnerungskultur
anzuregen, befassen
sich mit drei Schwerpunktthemen:
„Vorurteile abbauen“, „Gemeinsam
gegen Krieg und Gewalt“ und „Erinnern
für die Zukunft“. KGS-Leiter
Wolfgang Winter betonte, daß das
Thema der Ausstellung aufgrund der
weltpolitischen Lage „leider ständig
aktuell ist.“ Friedensarbeit sei jedoch
nicht nur eine Aufgabe der Weltpolitik,
sondern fange bereits beim Miteinander
in der Familie und auch in
der Schule an. „Wir sind eine Schule
ohne Rassismus und eine Schule
mit Courage, deshalb paßt diese
Ausstellung hierher“, so der Schulleiter.
Er würdigte zudem das Engagement
von Bettina Fack, die sich
um die Organisation der Ausstellung
und der Auftaktveranstaltung gekümmert
hatte.
Ähnlich wie der Schulleiter äußerte
sich Landrat Manfred Ostermann,
der die Präsentation offiziell eröffnete.
Ostermann ist Vorsitzender des
VDK-Kreisverbandes und möchte
die Schulen verstärkt in die Arbeit
des Volksbundes einbinden. Bislang
engagiere sich im Volksbund größtenteils
die ältere Generation. „Das
ist zu wenig, wenn ich an die Zukunft
denke“, meinte der Landrat. „Bleibt
aktiv, bringt Euch ein, gestaltet die
Zukunft mit“, appellierte er daher im
vollbesetzten KGS-Forum an die
Schüler.
Jan Effinger, Geschäftsführer des
VDK-Bezirksverbandes Lüneburg/
Stade, informierte die Schüler
über die Geschichte und die Arbeit
des 1919 gegründeten Volksbundes,
der die sich im Ausland befindenden
Gräber der Opfer von Krieg und
Gewaltherrschaft erfaßt, erhält und
pflegt, aber auch bei der Erhaltung
der Kriegsgräber in Deutschland
hilft. Effinger ging auch auf die eigenständige
Jugend- und Schularbeit
des gemeinnützigen Vereins mit
humanitärem Auftrag ein: „Es geht
darum, die junge Generation anzusprechen
und ihr zu zeigen, was
Krieg bedeutet, damit sich so etwas
nie wiederholen kann.“ Daher unterstütze
der Volksbund auch die
Schulen in ihrem Auftrag zur Friedenserziehung
und politischen Bildung.
Seit 1953 führt der Volksbund jährlich
rund 3000 junge Menschen an
den Kriegsgräbern zusammen. Sie
helfen in internationalen Workcamps
in Deutschland und im Ausland bei
der Pflege der Gräber, um diese als
Mahnung zum Frieden zu erhalten.
Außerdem betreibt die Organisation,
die ihre Arbeit zum allergrößten Teil
aus freiwilligen Mitgliedsbeiträgen
und Spenden finanziert, fünf Jugendbegegnungsstätten
in den Niederlanden,
Belgien, Frankreich, Italien
und an der deutsch-polnischen
Grenze auf Usedom.
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Samstag, 2. februar 2008
26.-27.01. Lack zerkratzt... Schneverdingen: Zwischen dem 26.01., 20.00
Uhr, und dem 27.01.08, 12.00 Uhr, kratzten Unbekannte ein Hakenkreuz in
den Lack eines an der Weberstraße stehenden Mitsubishi.
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Sonntag, 27. januar 2008

Zum vorfall in schneverdingen der pressetext der polizei:

polizeibericht    Fri, 25 Jan 2008 10:25:11 +0100

Soltau-Fallingbostel (ots) - 24.01. Wahlplakate beschädigt - Täter durch Gruppe verfolgt und gestellt... Schneverdingen: Während zwei 21- und 22-Jährige Männer aus Lüneburg bzw. Hamburg im Bereich der Heberer Straße in Schneverdingen mehrere Wahlplakate beschädigten bzw. entfernten, wurden sie kurz vor 1.00 Uhr von einer Gruppe von fünf Männer im Alter von 20 bis 40 Jahren überrascht. Über die folgenden Ereignisse gehen die Darstellungen der beteiligten Parteien auseinander. Während die beiden jungen Männer und ihre 21-Jährige Fahrerin der Polizei mitteilten, durch mehrere Mitglieder der Gruppe geschlagen und getreten worden zu sein, gaben die Gruppenmitglieder an, die flüchtenden Täter verfolgt und gestellt zu haben, um sie anschließend der Polizei zu übergeben. Zwar seien die beiden Täter und einige Mitglieder der Gruppe hierbei gestürzt, geschlagen und getreten hätte die beiden Täter jedoch niemand. Die beiden 21 und 22 Jahre alten Männer wurden im Heidekreisklinikum Soltau ambulant behandelt. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung bzw. Körperverletzung gegen die Beteiligten ein.


und  Augenzeugen  Bericht:

Anzeige ist schon von der polizei erstattet.

einer meiner Freunde wurde von 3 Nazis verfolgt,
zu Boden geworfen und dann getreten.
er hat "nur" prellungen und es geht ihm soweit
wieder ganz okay.

der andere wurde von 2 nazis verfolgt (dabei
auch NPD-Landtagskandidat und Kameradschaftsfüher der "Snevern-Jungs" Matthies Behrens) und zu Boden geworfen.
weiter haben sie aber nichts gemacht.

eine Zeugin saß im Auto und hat das auch
gesehen.

beide Opfer sind dann ins Krankenhaus
gefahren und haben sich alle Verletzungen
aufschreiben lassen.

die Nazis haben die beiden, gegen ihren willen
natürlich, fotografiert.

die Polizei hat ironischerweise einer der Nazis
gerufen. die Beamten haben alle personalien
aufgenommen.

sie meinten außerdem zu meinen freunden, dass
diese wegen der Plakate nichts zu befürchten hätten.

leider kennen die beiden sonst keine Namen.
die polizei hat alle, aber sie sind den Opfern nicht
namentlich bekannt.

Schneverdingen scheint jetzt wieder voll mit NPD-plakaten
zu sein...


von Andrea Röpke  24.1.08 für "Blick nach Rechts" (BNR):

Woche für Woche versendete die NPD in Niedersachsen neue Pressemitteilungen in die Redaktionsstuben der ansonsten verhassten „Systempresse“. Entweder Spitzen-kandidat Andreas Molau oder der für die Medienarbeit zuständige Patrick Kallweit  aus Vienenburg kündigten jedes Mal große Aktionen an. Einmal teilte  Molau der Peiner Allgemeinen Zeitung Mitte Januar mit, dass nun 40.000 Stück des DVD-Werbeträgers „Offensiv“ unter das Wahlvolk gebracht werden sollten und die NPD-Verbände angewiesen waren, „zusätzliche Exemplare“ zu brennen, „um somit die Auflage auf mindestens 80.000 zu verdoppeln“.  Dann lud Molau Journalisten zu einer Buchvorstellung seines ersten Romans  „Die Entdeckungen des Alexander Kern“ nach Göttingen ein. Die musste dann allerdings ausfallen, weil es Gegen-demonstranten gelungen war, bis in den Saal des noblen Hotel Gebhards in der Innenstadt vorzudringen.  Mit den kurzen Worten „marschbereit machen“ ordnete einer der NPD-ler  den leisen  Rückzug an.
Die von Kallweit organisierte Doppelkundgebung in Goslar und Salzgitter am 19. Januar mobilisierte  nur  rund 60 Kameraden, obwohl die Rednerliste mit NPD-Chef Udo Voigt und Christian Worch szene-prominent besetzt war. In der Harzstadt Goslar gingen die braunen Tiraden in einem Pfeifkonzert unter und in Salzgitter mochte keiner der Kandidaten auf einem menschenleeren Festplatz reden. Nach nur 15 Minuten zog die unerwünschte Truppe wieder ab.  Vonseiten der NPD hieß es später, die Teilnehmer hätten „den Rest des Tages“ noch für „Verteil- und Plakataktionen“ genutzt.
 Parallel dazu wurde in einer „Medien-Information“ des Landesvorsitzenden der „Jungen Nationaldemkraten“ Daniel Fürstenberg eine „Jungwähleroffensive“ der NPD Verden angekündigt.  Denn die Jugend solle wissen, dass „die NEUE Zeit vor der Tür steht. Sie kann diese Tür mit ihrer Stimme öffnen“. Drei NPD-Aktivisten, die am 22. Januar einen Info-Stand in der Reiterstadt an der Aller durchführten und kaum auf   Interesse bei Schülern stießen, trugen diese „Offensive“ an die Öffentlichkeit.
Das wenige was bei der niedersächsischen NPD erfolgreich zu verlaufen scheint, sind Postwurfsendungen und Verteilungen von Wahlkampfzeitungen in Wohn-gebieten. Infostände fanden kurz vor der Landtagswahl u.a. in Hannover-Langenhagen, Celle, Osnabrück, in den Landkreisen Rotenburg und Soltau-Fallingbostel statt. Im Landkreis Stade  stellte Landtagskandidat Adolf Dammann insgesamt nur einen Infostand in Buxtehude auf die Beine, mit wenig  Unterstützung aus der Region. In Wilhelmshaven liefen Anhänger der AG Wiking und Schweriner Kameraden von Haus zu Haus, einen Informationsstand gab es nicht in der Stadt am Jadebusen.
Auch die JN Sachsen-Anhalt hatte in einem internen Schreiben die „Unterstützung für den Wahlkampf in NDS“ als „bisher eher schlecht als Recht“ kritisiert.  Daher wollte die Bundesführung der Jungen Nationaldemokraten „die Kameraden dort unterstützen“ und am 21. Januar, sechs Tage vor der Wahl, eine Schülerzeitung „gegen Mittag (Schulschluss) in NDS (Nähe Grenze zu S-A) verteilen“.  Eindringlich wurden Sympathisanten aufgerufen mitzumachen um so die landesweiten Wahlhelfer der NPD mit einer “konzertierten Aktion“ zu unterstützen. Tatsächlich schien diese „Schüler-Aktionstag“ aber ebenso wie DVD-Verteilaktionen nur an wenigen Orten stattgefunden zu haben, u.a. an einer Realschule im Landkreis Wolfenbüttel, an der Adolf-Kolping-Schule in Lohne bei Vechta und im Berufsschulzentrum in Northeim. Für die letzten Tage  setzen die NPD-Strategen auf  Lautsprecherfahrten. Auch die  Einwohner abgelegener Gebiete sollen, wie im Wahlkampf in Mecklenburg-Vor-pommern, mit monotonen Endlos-Parolen bis in die Wohnzimmer hinein berieselt werden.
Wie es scheint plagen personelle Nöte und interne Auseinandersetzungen die NPD-Wahlkämpfer. In manchen Landkreisen hängt kaum ein Plakat. In anderen Orten sind sie so hoch oben angebracht, dass sie nicht mehr lesbar sind. Oft sind die aufgehängten Werbeträger auch nach nur kurzer Zeit entfernt – ersetzt werden sie in diesem Wahlkampf nicht. In Schneverdingen kam es Mittwoch Nacht zu Auseinandersetzungen beim Plakatieren. Zwei Jugendliche sollen von Neonazis ange-griffen und verletzt worden sein.
Einigen NPD-Protagonisten gelang es durchaus etablierte Medien zu nutzen. Das  Anzeigenblatt „Wolfenbütteler Schaufenster“ verteilte in seiner Ausgabe vom 16. Januar  die vierseitige Wahlkampfzeitung der Neonazis, als sei es eine ganz normale Beilage. „Wir behandeln alle gleich und somit darf auch jede Partei im Wahlkampf bei uns werben“,  rechtfertigte die Anzeigenleiterin das Verhalten des Verlags. Der Chefredakteur jedoch wiegelte ab, die Redaktion habe von der Beilage nichts gewusst. Die „Grünen“ forderten die Zeitung schließllich auf, erzielte Werbeeinnahmen für die Prävention gegen Rechts zu spenden.
Zu den „Achimer Argumenten“ einer Podiumsveranstaltung mit Kandidaten zum Thema „Jugendkriminalität“, veranstaltet vom Achimer Kreisblatt, wurde der wegen Volksverhetzung vorbestrafte NPD-Kandidat Rigolf Hennig nicht eingeladen. Die NPD, als menschenverachtende Partei sollte keine Plattform erhalten. Die Neonazis um Hennig und Fürstenberg gaben sich danach damit zufrieden, wenigstens im darauffolgenden Zeitungs-Bericht als Unruhestifter im Saal erwähnt zu werden.
Andere Kandidaten wie Adolf Dammann oder Niels Fortmann aus Nienburg wurden bereitwillig mit Foto und ausländerfeindlichen Sprüchen in der Lokalzeitung vorge-stellt. Doch auch diese umstrittene Chance auf kostenlose Werbung wussten drei NPD-ler nicht zu nutzen. Weil sie nicht bereit waren, den „Harburger Anzeigen- und Nachrichten“ weder persönliche Daten noch ein Foto zu überlassen, durften sie auch keine politischen Aussagen machen –
 Andrea Röpke
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Donnerstag, 17. januar 2008
Aus dem Heidekurier vom 16.1. 2008

Polizei nahm 21jährigen auf dem Rückweg fest
Die Polizei begleitete den Zug nach der Auftaktkundgebung in der Nähe des Bahnhofs zum Rathausplatz,
wo die Abschlußkundgebung geplant war.
SCHNEVERDINGEN. Zu einer
spontanen antifaschistischen Demonstration
versammelten sich am
vergangenen Samstag in Schneverdingen
rund 100 meist junge Teilnehmer.
Nach Angaben der Veranstalter
kamen die Demonstranten
zumeist aus dem Landkreis Soltau-
Fallingbostel, nach Angaben der Polizei
aus dem Großraum Bremen,
Stade, Osterholz, Hannover, Lüneburg
und Dresden. Grund war ein erwarteter
Infostand der NPD in
Schneverdingen und „die Tatsache,
daß hier eine der bekanntesten Nazi-
Kameradschaften zuhause ist und
daß die ‚Snevern Jungs‘ gleich drei
NPD-Landtagskandidaten stellt“,
wie es in einer Pressemitteilung von
DGB- und ver.di-Funktionär Heinz-
Dieter (Charly) Braun heißt.
Die Polizei zog kurzfristig mehrere
Einsatzkräfte in der Heideblütenstadt
zusammen und begleitete den
Zug. Nach einer kurzen Auftaktkundgebung
in der Nähe des Bahnhofs
ging es gegen 11.15 Uhr in
Richtung Rathaus - die Abschlußkundgebung
war auf dem Vorplatz
an der Schulstraße geplant. In mehreren
Reden ging es dort um den
„Nazi-Charakter der NPD“ und die
„Snevern Jungs“. Als Gastredner
berichtete Heinz-Dieter Braun von
Erfolgen der Aufklärungsarbeit über
die „außerhalb auch brutal agierende
Kameradschaft“. Die „Antifa-Aktion-
SFA“ verteilte Flugblätter und
der DGB Exemplare der antifaschistische
Zeitung „get up“.
Bis zum Ende der Demo gegen
12.30 Uhr gab es keine Zwischenfälle,
was danachg geschah wird von
den Beteiligten unterschiedlich dargestellt:
Während Braun davon berichtet,
daß die Polizisten einen Demonstranten
festnahmen, weil er einen
Aufkleber an einer Straßenlampe
anbrachte und diese „Provokation“
zu einer weiteren „regelrecht brutalen
Festnahme“ führte, heißt es im
Polizeibericht, ein 21jähriger Walsroder
habe an der Ecke Verdener
Straße/Bahnhofstraße „völlig grundlos“
Polizeikräfte angegriffen „und
drei Beamte leicht verletzt“. Der Täter
sei umgehend festgenommen
worden. Gegen den 21jährigen ermittelt
die Polizei wegen Körperverletzung.
Auch gegen einen 49 Jahre
alten Walsroder leiteten die Beamten
ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung
ein.
Nicht im Polizeibericht erwähnt ist
ein späterer Zwischenfall, von dem
Heinz-Dieter (Charly) Braun berichtet:
Nach Angaben Brauns war die
Sackgasse Wilhelm-Busch-Straße,
in der NPD-Landtagskandidat Matthias
Behrens wohnt, zunächst polizeilich
abgesperrt. „Daß die Kameraden
der ‚Snevern Jungs‘ und
NPD Wölfe im Schafspelz sind, bewiesen
sie später. Nach Öffnung der
Wilhelm-Busch-Straße forderten die
Nazis in der Stadt junge Antifaschisten
zur Schlägerei auf“. Die jungen
Leute seien in einen Supermarkt geflohen.
Die couragierte Filialleiterin
habe die rechten Verfolger aus dem
Supermarkt verwiesen.
von DV Community: Heidekreis
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